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What Professionals Look For in a Good Creatine Supplement
11. Sep 20265 Min. Lesezeit

Worauf Fachleute bei einem guten Kreatinprodukt achten

Kreatin gehört zu den am besten erforschten Nahrungsergänzungsmitteln der Sporternährung. Früher vor allem von Kraftsportlern und Bodybuildern genutzt, wird es heute gleichermaßen von Sporternährungsfachleuten, Praktizierenden der funktionellen Medizin und Longevity-Spezialisten empfohlen. Über die Muskelkraft hinaus deutet die Forschung auch auf eine Rolle bei Regeneration, zellulärer Energie und Gehirnfunktion hin.

Bei der Fülle an Formulierungen, vollmundigen Versprechen und alternativen chemischen Formen auf dem Markt kann es schwierig sein, ein Produkt zu finden, das tatsächlich hält, was es verspricht. Fachleute schauen hinter das Marketing und prüfen stattdessen konkrete Kriterien: Reinheit der Verbindung, begleitende Nährstoffe, unerwünschte Zusätze und wie leicht sich das Produkt in den Alltag einfügt.

Wer diese Maßstäbe kennt, findet sich in der Auswahl besser zurecht und wählt ein Kreatinprodukt, das dazu passt, wie der Körper es tatsächlich nutzt.

Kreatinmonohydrat und alternative Formen

Bei Kreatin kommt es vor allem auf die chemische Form an. Neuere Varianten wie Kreatinethylester, gepuffertes Kreatin oder flüssige Formulierungen werden häufig als Verbesserung beworben — die Forschung erzählt allerdings eine andere Geschichte.

Ernährungsfachleute und Sportphysiologinnen und -physiologen bevorzugen ganz überwiegend Kreatinmonohydrat, aus drei wesentlichen Gründen:

  • Gut aufnehmbar: Reines Kreatinmonohydrat hat eine Aufnahmerate von nahezu 100 %, sodass fast alles davon das Muskelgewebe erreicht.
  • Durch jahrzehntelange Forschung belegt: Über 99 % der Studien zu Sicherheit und Wirksamkeit von Kreatin wurden mit der Monohydrat-Form durchgeführt.
  • Stabiler: Alternative Formen zerfallen häufig zu Kreatinin, einem inaktiven Abbauprodukt, bevor sie Muskel- oder Hirngewebe erreichen.

Die übliche Erhaltungsdosis liegt bei 3 Gramm reinem Kreatinmonohydrat täglich. Mit der Zeit füllt diese Menge die Phosphokreatinspeicher der Muskulatur auf — einen schnell verfügbaren Energievorrat — und unterstützt die Regeneration von ATP, der wichtigsten Energiequelle des Körpers, in der Regel ohne die Verdauung zu belasten.1,2

Aminosäuren, die Kreatin ergänzen

Kreatin liefert den Grundbrennstoff für zelluläre Energie, doch Fachleute achten auch auf Formulierungen mit ergänzenden Aminosäuren, die den Nährstofftransport unterstützen und die Zellen hydriert halten. Kreatin mit den richtigen Verbindungen zu kombinieren erweitert seine Wirkung im Körper:

Taurin

Taurin ist eine Aminosäure, die den Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt innerhalb der Zellen mitreguliert. Indem es gemeinsam mit Kreatin Wasser in die Muskelzellen zieht, hilft es den Zellen, mehr Flüssigkeit zu halten, trägt zur Stabilität der Zellmembranen bei und unterstützt die muskuläre Ausdauer.3

Citrullinmalat

L-Citrullin ist ein Baustein, den der Körper in L-Arginin umwandelt, das wiederum zur Bildung von Stickstoffmonoxid dient. Höhere Stickstoffmonoxid-Spiegel fördern die Weitstellung der Blutgefäße, was die Durchblutung verbessern und dazu beitragen kann, Sauerstoff und Nährstoffe — darunter Kreatin — während der Belastung zur arbeitenden Muskulatur zu transportieren.4

Magnesium: der übersehene Cofaktor

Energiegewinnung ist keine Ein-Zutaten-Angelegenheit. Kreatin ist auf eine Kette chemischer Reaktionen angewiesen, die verbrauchte Energie (ADP) wieder in nutzbare Energie (ATP) verwandeln — und Magnesium ist daran ein entscheidender, oft übersehener Teil.

Magnesium ist unverzichtbar dafür, dass ATP richtig funktioniert; der größte Teil der nutzbaren Energie in den Zellen liegt an Magnesium gebunden vor. Magnesium mit Apfelsäure (Malat) zu kombinieren liefert zudem einen Bestandteil des Krebszyklus, jenes zentralen Prozesses, mit dem der Körper Nahrung in nutzbare Energie umwandelt.

Magnesium spielt auch in der Muskelfunktion selbst eine Rolle. Es wirkt gemeinsam mit Calcium bei Kontraktion und Entspannung der Muskulatur, und niedrige Werte wurden mit Krämpfen und muskulärer Verspannung in Verbindung gebracht.

Magnesium zählt außerdem zu den Elektrolyten, die über den Schweiß verloren gehen — neben Natrium und Kalium. Sportlerinnen und Sportler, Profis und alle, die häufig trainieren, verlieren daher mehr davon und benötigen entsprechend mehr.

Gerade für diese Gruppe kann Magnesium neben Kreatin dazu beitragen, sowohl den Energiestoffwechsel als auch jenes Muskel- und Elektrolytgleichgewicht zu unterstützen, das intensives Training besonders beansprucht.5

Reinheit und Vielseitigkeit der Formulierung

Für den täglichen Gebrauch und die langfristige Gesundheit kann das, was weggelassen wird, ebenso wichtig sein wie das, was enthalten ist.

Clean-Label-Standards

Viele im Handel erhältliche Kreatinpulver enthalten künstliche Süßungsmittel wie Sucralose oder Acesulfam K, synthetische Aromen, Rieselhilfen und unnötige Füllstoffe. Fachleute bevorzugen saubere, geschmacksneutrale Formulierungen ohne überflüssige Zusätze, damit die tägliche Einnahme nichts einträgt, was der Körper nicht braucht.

Merkmal der Formulierung

Üblich in Standardpulvern

Fachlicher Standard

Süßungsmittel

Künstliche Süßungsmittel wie Sucralose oder Acesulfam K

Keine, von Natur aus geschmacksneutral

Aromatisierung

Synthetische Aromen

Neutraler Geschmack

Füllstoffe

Rieselhilfen, Volumenbildner

Keinerlei unnötige Füllstoffe

Stimulanzien

Zugesetztes Koffein oder synthetische Stimulanzien

Frei von Stimulanzien, zu jeder Tageszeit

Ohne Stimulanzien, zu jeder Tageszeit

Kreatin wirkt, indem es sich mit der Zeit im Gewebe anreichert, und nicht durch einen sofortigen Reiz auf das Nervensystem. Formulierungen ohne zugesetztes Koffein oder synthetische Stimulanzien lassen sich daher zu jeder Tageszeit einnehmen, auch abends, ohne die schlafstörende Wirkung, die Koffein haben kann.

Dieser saubere, vielseitige Ansatz steht im Zentrum fortschrittlicher Formulierungen wie Neutrient Advanced Creatine, das 3 g reines Kreatinmonohydrat mit Taurin, Citrullinmalat und Magnesiummalat in einer vollständig geschmacksneutralen, zusatzstofffreien und vegan geeigneten Mischung kombiniert.

Häufig gestellte Fragen

Führt Kreatin zu Wassereinlagerungen oder einem aufgedunsenen Aussehen?

Kreatin zieht Wasser in die Muskelzellen, nicht in die Schicht direkt unter der Haut. Diese Art der Hydration hilft den Muskelzellen, gut zu arbeiten, und hat nichts mit dem weichen, aufgedunsenen Erscheinungsbild zu tun, das manchmal mit Wassereinlagerungen verbunden wird.

Ist zu Beginn einer Kreatineinnahme eine Ladephase nötig?

Eine hochdosierte Ladephase (typischerweise 20 g täglich über 5 bis 7 Tage) füllt die Muskelspeicher etwas schneller auf, ist aber nicht zwingend. Eine gleichmäßige Einnahme von 3 bis 5 g täglich erreicht in der Regel innerhalb von 3 bis 4 Wochen die volle Muskelsättigung, ohne die Magenbeschwerden, die eine hohe Ladedosis mitunter verursachen kann.

Können auch Nicht-Sportler von Kreatin profitieren?

Ja. Der Nutzen von Kreatin reicht über die sportliche Leistung hinaus. Sowohl Muskel- als auch Hirngewebe greifen auf Phosphokreatin zurück, einen schnell verfügbaren Energiespeicher, um Energie rasch zu regenerieren. Studien zeigen, dass eine tägliche Kreatineinnahme kognitive Funktion, Widerstandsfähigkeit gegenüber geistiger Ermüdung, Arbeitsgedächtnis und eine gesunde Knochendichte unterstützt, insbesondere bei älteren Menschen und bei Personen mit pflanzenbasierter Ernährung.6

Sollte Kreatin vor oder nach dem Training eingenommen werden?

Der Zeitpunkt zählt weniger als die tägliche Beständigkeit. Einige Studien deuten auf einen kleinen Vorteil hin, Kreatin nach dem Training zusammen mit Kohlenhydraten oder Protein einzunehmen, um die zelluläre Aufnahme zu unterstützen — entscheidend bleibt jedoch eine gleichmäßige tägliche Zufuhr. Eine stimulanzienfreie Formulierung lässt sich immer dann einnehmen, wann es am besten in Ihre Routine passt.

Verfasst von: Jacqueline Newson BSc (Hons) Nutritional Therapy

Quellenangaben

  1. Buford TW, et al. International Society of Sports Nutrition position stand: creatine supplementation and exercise. Journal of the International Society of Sports Nutrition. 2007;4(1):6.
  2. Kreider RB, et al. International Society of Sports Nutrition position stand: safety and efficacy of creatine supplementation in exercise, sport, and medicine. Journal of the International Society of Sports Nutrition. 2017;14(1):18.
  3. Schaffer S, Kim HW. Effects and mechanisms of taurine as a therapeutic agent. Biomolecules & Therapeutics. 2018;26(3):225.
  4. Pérez-Guisado J, Jakeman PM. Citrulline malate enhances athletic anaerobic performance and relieves muscle soreness. Journal of Strength and Conditioning Research. 2010;24(5):1215-1222.
  5. Pilch W, et al. The effects of magnesium supplementation on muscle function and physical performance in athletes. Nutrients. 2021;13(3):873.
  6. Avgerinos KI, et al. Effects of creatine supplementation on cognitive function of healthy individuals: a systematic review of randomised controlled trials. Experimental Gerontology. 2018;108:166-173.
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